Aus der Geschichte des Schützenverein Aspe e.V. von 1951

1951      1952

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1951

Am 15. September 1951 trafen sich 28 Asper Bewohner in der Gastwirtschaft Jonny Heinßen und gründeten einen Schützenverein. In den ersten Vorstand wurden damals folgende Personen gewählt:

1. Johann Mangels, Vorsitzender
2. Hinrich Schlesselmann, stellvertr. Vorsitzender
3. Heinz Spiegel, Schriftführer
4. Hans-Heinrich Siems, stellvertr. Schriftführer
5. Bernhard Witte, Kassierer
6. Hein Höper, stellvertr. Kassierer
7. Dietrich Brandt, Waffen- u. Gerätewart
8. Hinrich Siems, Presse- u. Propagandachef

Weiterhin wurde beschlossen:
a) Durchführung einer Mitgliederwerbung von Haus zu Haus.
b) Vereinslokal soll Jonny Heinßen in Aspe sein.
c) Veranstaltung eines Preis- und Wurstschießens mit anschließendem Tanz am 7. Oktober im Vereinslokal.

Gründungsprotokoll

1952

1952 war ein Ereignisreiches Jahr. Schießstandbau, Frühlingsfest und erstes Schützenfest

Auf der Mitgliederversammlung am 05.01.1952 stand schon der Bau eines Schießstandes auf der Tagesordnung. Da von den Interessenten des “Tannenkamp” 15 fm Holz und von Hinrich Gerken ein Grundstück im “Bullhof” zur Verfügung gestellten wurden, waren wesentliche Voraussetzungen vorhanden. Die Versammlung hat daraufhin beschlossen:
1) Der Schießstand wird im “Bullhof” von Hinrich Gerken angelegt.
2) Mit den Säge- und Zimmerarbeiten und der Anfertigung der entsprechenden Zeichnungen wird die Firma Quelle in Bargstedt betraut.
3) Die Ausführung der Erdarbeiten erfolgt durch freiwilligen Einsatz aller Mitglieder.
4) Der Anzeigenstand soll gemäß einer vorliegenden Zeichnung vom Architekten des Nordwestdeutschen Schützenbundes oberirdisch angelegt werden.
Anmerkung: Das damals errichtete Gebäude wurde durch das jetzige überbaut. Die Schießbahn, wie sie noch heute existiert wurde per Hand ausgehoben. Der Anzeigestand besteht, von kleinen Modifikationen abgesehen, noch heute.
Am 2. August 1952 wurde der Schießstand eingeweiht.

Schießstand 1950er
Erster Schießstand des SV-Aspe e.V. auf dem Bild Hinrich Siems und H.-H. Siems. Quelle: Vereinsarchiv
Frühlingsfest1952
Einladung zum ersten Frühlingsfest 1952 Quelle: Stader Tageblatt

Auf der Vorstandssitzung am 28. März wurde die Veranstaltung eines Frühlingsfestes mit Preisschießen, Vereinsmeisterschaft und abends ein Vereinsvergnügen am 1. Ostertag beschlossen.
Am 4. April wurde für die Organisation eine Mitgliederversammlung abgehalten. Dort wurde festgelegt, wer die Knackwurst und wer die Kochwurst liefern durfte, welche Preise für die einzelnen Schießwettbewerbe verlangt wurden. Außerdem wurden die Regularien festgelegt, auf welchen Ständen was und wie und in welcher Entfernung geschossen wird. Dann wurde auch die Diensteinteilung vorgenommen. Auf den sechs Ständen wurden insgesamt 24 Personen als Schreiber und Ableser eingeteilt sowie zwei als Kassierer.
Auf dieser Versammlung wurde dann noch die Anschaffung eines Vereinsabzeichens für alle Mitglieder beschlossen. Dies muss zu heftigen Diskussionen geführt haben – der Schriftführer stellte seinen Posten sofort zur Verfügung und H.-H. Siems übernahm den Posten.

Einladung zum Schützenfest 1952
Einladung zum Schützenfest 1952 Quelle: Stader Tageblatt

Die Mitgliederversammlung am 13. Juni beschloss das Schützenfest am 3. August zu veranstalten. Es soll auf drei KK-Ständen sitzend Auflage, sowie an einem Stand stehend Freihand geschossen werden. Auf dem Luftgewehrstand wird ein Stand für Frauen und ein Stand für Kinder vorgesehen und auf vier Ständen wird um Preise gewetteifert. Das Tanzvergnügen soll auf dem Zeltsaal stattfinden. Der Gastwirt Jonny Heinßen erklärt sich bereit zwei Drittel der Zeltmiete zu tragen. Als Ausgleich erhält er das alleinige Recht zur Aufstellung von Verkaufsständen und dem Ausschank der Getränke. Als erster Preis wird eine Buffet-Uhr festgelegt. Jedes Mitglied zahlt 2,- DM in die Königskasse sowie 1,- DM beim Königsschießen.
Im Juli wurden dann schon Teile der Uniform ausgeliefert. Eine Jacke vom Schneider Schröder aus Kutenholz sollte 38,- DM kosten.
Am Sonnabend, dem 2. August um 13.00 Uhr soll der neue Schießstand eingeweiht werden. Anschließend folgt das Königs- und Preisschießen.
Die Regeln zum Königsschießen: 4 Schuss, davon ein Probeschuss, der angesagt wird. Es durften keine eigenen Gewehre genutzt werden.

Der erste Schützenkönig wurde Heinrich Höper – seine Adjutanten waren Wilhelm Lütjen jun. und Günter Schönn.

Bericht Stader Tageblatt
Würdenträger 1952 König: Hirich Höper, Adjutant: Wilhelm Lütjen jun. und Günter Schönn
Würdenträger 1952 König: Hirich Höper, Adjutant: Wilhelm Lütjen jun. und Günter Schönn. Vorne Präsident Johann Mangels Quelle: Vereinsarchiv

Das erste Schützenfest muss erfolgreich gewesen sein, denn auf der Mitgliederversammlung am 9. August 1952 wurde beschlossen, eine Tonne Bier und einige Liter Schnaps aufzulegen. Das nächste Schützenfest soll am ersten Sonntag im Juli stattfinden. Hierzu wird das Zelt von Lühmann aus Mulsum bestellt. (Dieses Zelt wurde 1963 von unserem Nachbarverein Brest gekauft und auch weiterhin bei uns eingesetzt.)

Auf der Jahreshauptversammlung am 25. September gab es Neuwahlen des Vorstands
1. Johann Mangels, Vorsitzender
2. Hinrich Schlesselmann, stellv. Vorsitzender
3. Hans-Heinrich Siems, Schriftführer
4. Hinrich Siems, Presse- u. Propaganda, stellv. Schriftführer
4. Bernhard Witte, Kassierer
6. Helmut Holst, stellv. Kassierer *
7. Heinrich Höper, Waffen- u. Geräte
8. Willi Lütjen, Waffen- u. Geräte *
9 Hinrich Kuhlmann, Waffen- u. Geräte *             (* neu im Vorstand)
Die restlichen Arbeiten am Schießstand sollten abgeschlossen und das Herbstvergnügen im Zusammenhang mit dem Fünfzig-Jährigen-Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr veranstaltet werden.